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Welt Online – Lesen lernen in sechs Tagen?

Zwei Pädagogen haben eine revolutionäre Leselernmethode entwickelt. Um deren Erfolg zu beweisen, haben sie in dieser Woche ein Experiment mit Fünfjährigen durchgeführt: Vier von zehn Kindern konnten nach wenigen Tagen einfache Sätze entziffern

Annecy ist in Ferienstimmung. Die Bäume blühen, und die Ausflugsboote dümpeln am See. Die Kinder haben schulfrei. Ein paar Kilometer seeabwärts aber stehen die Türen der Vorschule von Doussard offen. Eine Gruppe Fünfjähriger spielt auf dem Hof. Während sich ihre Altersgenossen am Wasser amüsieren, warten sie ungeduldig auf den Unterrichtsbeginn. Sie machen Ferien in der Schule - als freiwillige "Versuchskaninchen".

Denn in der Idylle am Fuße der ostfranzösischen Alpen findet ein ehrgeiziges Experiment statt. Das französisch-schweizerische Pädagogen-Paar Olivier Dubois und Claude Huguenin will beweisen, daß Kinder mit ihrer Methode "Der Planet der Alphas" schneller Buchstaben entziffern können als mit herkömmlichen Techniken.

Lesen lernen in sechs Tagen? Dieses Versprechen lockt nicht nur die Medien in die Provinz, auch Fans aus Belgien. Auf den ersten Blick wirkt das Unternehmen wie eine Pilgerreise ins Alpha-Land. Aber im Gespräch erklären die Erfinder die ernsthafte Arbeit dahinter. "Kinder können nur begrenzt abstrahieren, daher haben wir die Beziehung von Ton und Buchstabe durch kleine Figuren ersetzt: die Alphas", sagt Claude Huguenin.

Wenige Tage vor Beginn des Unterrichts durften sich die Test-Kinder schon mit dem Universum der Alpha-Figuren vertraut machen. Eine phantastische Geschichte, erzählt auf DVD, CD und in einem Buch, half ihnen. Die bunten Figuren darin sind lustige phantasievolle Verwandlungen der abstrakten Buchstaben. Sie wachsen den Kindern schnell ans Herz: Die Zöpfe der "Mademoiselle U", eine Art Pippi Langstrumpf, bilden jedesmal ein "U" (französische Aussprache: ü), wenn sie ihr Pferd "Hue!" antreibt. Ein Monster (französisch: monstre) verkörpert das "M", eine Nase (nez) das "N", und das "S" zischt als Schlange (serpent) "ssss".

Begonnen hatte der Versuch vorigen Montag. Täglich lernen die Kinder fünf Stunden lesen. Am vierten Tag sitzen sie im Halbkreis gebannt vor ihren Magnettafeln mit den Alphas. Wenn Claude Huguenin die Geräusche der Buchstaben vormacht, stürzen sie auf die entsprechenden Figuren. Nach und nach formen sie kurze Worte. Dann beginnen sie, die Geräusche ihrer Buchstaben-Figuren miteinander zu verbinden: "p-i-a-n-o", "b-o-a" oder "t-o-m-a-t-e". Wenn sie nach dem lauten Buchstabieren auf den Sinn ihrer zusammengepuzzelten Worte kommen, sind sie begeistert.

Die Methode geht von der gesprochenen Sprache aus und spielt mit dem Geräuschbewußtsein der Kinder. Durch die Alphas werden alle Sinne aktiviert: Sehen, Hören und Tasten, und nicht nur das fotografische Gedächtnis wie bei der Ganzheitsmethode (siehe Kasten). "Um Lesen zu lernen, muß das Kind erst verstehen, daß die Buchstaben Symbole für die abstrakten Einheiten der gesprochenen Sprache sind", sagt Claude Huguenin, die seit 25 Jahren mit lernbehinderten Kindern in einem Zentrum für Psycho-Pädagogik in Genf arbeitet.

Das Alphabet ist für Kinder ein vertracktes Prinzip. Aber die Fünfjährigen sind auch nach fünf Stunden Unterricht noch voller Eifer. Wenn sie ein Wort drei bis 15 Mal mit ihren Figuren "geschrieben" und gelesen haben, speichern sie es beinahe automatisch.

Olivier Dubois, ursprünglich Philosoph, hat das Alpha-System vor fast zehn Jahren mit seiner Frau erfunden. Er sagt, in Frankreich könnten 15 Prozent der Zehnjährigen nicht lesen. Die bisher angewandte Ganzheitsmethode hätte katastrophale Ergebnisse gebracht, sei Frankreich doch vor sechs Jahren bei der Pisa-Studie zusammen mit Polen Schlußlicht geworden.

"Wir brauchen dringend eine Reform. Aber wir stoßen mit unserer Methode beim französischen Bildungsminister auf taube Ohren, obwohl sie von der Unesco und einigen Wissenschaftlern anerkannt wurde. Daher haben wir uns zu dieser Aktion entschlossen", sagt Dubois. Seine Frau ergänzt: "Natürlich ist es unmöglich, diesen Kindern in einer Woche das Lesen beizubringen. Aber es ist schon ein kleines Wunder, daß sie nach wenigen Tagen Zugang zum Alphabet finden."

Tatsächlich können schon am Ende des vierten Tages die meisten kurze Worte wie "lac" (See) oder "robe" (Kleid) lesen. Emma erkennt sogar dreisilbige Begriffe wie "tomate". Die Mädchen sind den Jungs eine Nasenlänge voraus, und alle sind voller Enthusiasmus. Beim Finale am Samstag nachmittag beglaubigt ein Notar die erzielten Fortschritte: Vier der zehn Kinder können nicht nur einzelne Wörter, sondern einfache Sätze lesen.

Unumstritten ist die Methode keineswegs. Denn Risiken und Nebenwirkungen sind noch unbekannt. Vor allem in Frankreich wehrt sich das traditionelle Schulsystem, Probeklassen einzurichten. "Viele Lehrer laufen Sturm, weil sie ihre bisherigen Methoden nicht in Frage gestellt sehen wollen", sagt Claude Huguenin.

Anders als ihre französischen Kollegen sind die Lehrer aus der romanischen Schweiz und Belgien aufgeschlossener. Laut Dubois unterrichten dort bereits 10 000 Pädagogen nach der Alpha-Methode. Die Brüsseler Lehrerin Sabine Santacren, die nach Annecy gereist ist, sagt: "Viele Kollegen sind neidisch und würden uns ,Alphas" am liebsten als Sekte brandmarken. In ihren Augen lernen die Kinder nicht nur zu schnell, sondern vor allem zu spielerisch." Ob sich die Methode durchsetzt, hängt von vielen Faktoren ab. "Etwa vom Widerstand der Lobby der Schulbuchverleger", sagt Olivier Dubois.

Nachdem die Ganzheitsmethode in die Kritik geraten ist, könnten die Alphas aber an Terrain gewinnen. Unterstützt von der Unesco, sollen die beiden Pädagogen bald in Madagaskar, Pakistan und im Sudan mit einer angepaßten Version im Kampf gegen Leseschwäche helfen.

In Doussard aber werden die zehn Fünfjährigen ihre Alpha-Figuren bald beiseite legen müssen. Ab Herbst gehen sie zur Schule, wo man vom verspielten Lesenlernen (noch) nichts wissen will. Für sie beginnt dann der Ernst des Lesens.

 

Quelle: www.welt.de

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Wassiliosder berühmte Münchener
Bildungswissen- schaftler frühkindlicher Entwicklung:

"Mit den Alphas ins Buchstabenland - so findet Ihr Kind spielerisch einen frühen Zugang zum Lesen und Schreiben. Ein Lernmaterial mit Pfiff und hohem Aufforderungscharakter, denn hier lernen Kinder schnell und mit allen Sinnen."
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